Rechtsfrage

Wie hoch darf die Position Beleuchtung in der Nebenkostenabrechnung sein?

Bei Beleuchtung reicht der Blick auf den Gesamtbetrag allein nicht aus. Erst der Vergleich mit Richtwerten pro Quadratmeter, dem Vorjahr und dem konkreten Leistungsumfang zeigt, ob die Position plausibel ist.

Veröffentlicht am 27. Mai 2025 · Zuletzt aktualisiert am 28. März 2026

KategorieKostenart
ZielgruppeMieter & Vermieter
Stand28. März 2026

Kurzantwort

Beleuchtung liegen im Durchschnitt bei rund 0,05 € pro m² und Monat; deutlich höhere Werte sollten immer mit Belegen, Vorjahr und Verteilerschlüssel geprüft werden.

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Wie hoch Beleuchtung typischerweise ausfallen

Der Richtwert für Beleuchtung liegt bei rund 0,05 € pro m² und Monat; die übliche Spannbreite reicht etwa von 0,02 € bis 0,10 €. Werte oberhalb dieses Korridors sind nicht automatisch falsch, aber sie verlangen eine besonders saubere Begründung über Belege, Objektstruktur und Leistungsumfang.

Tipp: Sie können Ihre Nebenkostenabrechnung kostenlos auf Fehler prüfen lassendirekt hier starten.

Welche Faktoren Beleuchtung verteuern

Die Anschaffung und Installation neuer Lampen oder kompletter Beleuchtungsanlagen sind Investitionskosten und gehören nicht in die Betriebskostenabrechnung. Umlagefähig sind nur die laufenden Stromkosten und der Austausch von Leuchtmitteln (Glühbirnen, Röhren, LEDs). Deshalb sollte der Betrag nie isoliert, sondern immer zusammen mit Objektgröße, Nutzungsart und Abrechnungslogik geprüft werden.

Wann ein hoher Betrag bei Beleuchtung kritisch wird

Kritisch wird es, wenn der Betrag deutlich über dem Richtwert liegt, Vorjahreswerte stark überschreitet oder der Beleginhalt nicht zur Kostenart passt. Dann lohnt sich eine formale und rechnerische Gegenprüfung.

Rechtsgrundlage

§ 2 Nr. 11 BetrKV
§ 556 Abs. 1 BGB
§ 556a Abs. 1 BGB

§ 2 Nr. 11 BetrKV: Die Umlagefähigkeit der Beleuchtungskosten ergibt sich aus § 2 Nr. 11 der Betriebskostenverordnung (BetrKV). Umlagefähig sind die Stromkosten für die Beleuchtung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile. Dazu gehören Außenbeleuchtung, Treppenhaus, Flure, Keller, Dachboden und Waschküche. Nicht erfasst ist der Stromverbrauch innerhalb der einzelnen Wohnungen.

§ 556 Abs. 1 BGB: Betriebskosten können nur umgelegt werden, wenn der Mietvertrag eine wirksame Betriebskostenvereinbarung enthält.

§ 556a Abs. 1 BGB: Ohne besondere Vereinbarung erfolgt die Verteilung regelmäßig nach Wohnfläche; abweichende Schlüssel müssen nachvollziehbar vereinbart oder sachlich begründet sein.

Beleuchtung: Rechenbeispiel für eine 70-m²-Wohnung

Wohnfläche

70 m²

Richtwert

0,05 € pro m² / Monat

Datenjahr

2024

  1. 0,05 € × 70 m² = 3,50 € pro Monat
  2. 3,50 € × 12 Monate = 42,00 € pro Jahr
  3. Werte oberhalb von 0,10 € pro m² / Monat sind ein deutliches Signal für Beleg- und Plausibilitätsprüfung.

Für 70 m² liegt beleuchtung grob bei 3,50 € pro Monat beziehungsweise 42,00 € pro Jahr.

Was Sie jetzt tun sollten

Praxis-Tipp

Prüfen Sie Beleuchtung nie nur absolut, sondern immer auch auf Euro pro m² und im Vergleich zum Vorjahr. Genau dort werden Auffälligkeiten schnell sichtbar.

  • Betrag von Beleuchtung in Euro pro m² umrechnen.
  • Mit Richtwert, Vorjahr und vergleichbaren Positionen im Haus abgleichen.
  • Bei deutlichen Abweichungen Belege und Umlageschlüssel schriftlich prüfen lassen.

Häufige Fragen

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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV