Wer zahlt Beleuchtung: Mieter oder Vermieter?
Bei Beleuchtung stellt sich oft nicht nur die Frage nach der Höhe, sondern auch nach der Verteilung zwischen Vermieter und Mieter. Maßgeblich sind dabei Umlagefähigkeit, Mietvertrag und der konkrete Kostenanteil.
Veröffentlicht am 29. Dezember 2025 · Zuletzt aktualisiert am 28. März 2026
Kurzantwort
Zunächst zahlt meist der Vermieter die Rechnung für Beleuchtung; der Mieter trägt nur den wirksam umlagefähigen Anteil über die Nebenkostenabrechnung.
Nächster Schritt: prüfen oder nach BetrKV erstellen
Mieter prüfen strittige Positionen in der eigenen Abrechnung. Vermieter erstellen eine BetrKV-konforme Abrechnung mit klarer Umlagelogik und Belegen.
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Wer Beleuchtung wirtschaftlich trägt
Im laufenden Betrieb bezahlt zunächst meist der Vermieter die Rechnung. Der Mieter trägt nur den umlagefähigen Anteil, soweit Mietvertrag und Abrechnung die Position wirksam erfassen.
Tipp für Vermieter: Sie können Ihre Nebenkostenabrechnung nach BetrKV erstellen — direkt hier starten.
Welche Anteile von Beleuchtung beim Vermieter bleiben
Rechtsgrundlage
Strom für den Betrieb von Aufzügen (wird unter § 2 Nr. 7 BetrKV erfasst) Stromverbrauch innerhalb der einzelnen Mietwohnungen Anschaffung und Installation neuer Leuchten oder Beleuchtungsanlagen (Investitionskosten)
Wie sich der Mieteranteil bei Beleuchtung kontrollieren lässt
Kontrollieren Sie Rechnung, Umlageschlüssel, Wohnfläche und Zeitraum. Der Richtwert für Beleuchtung liegt bei rund 0,05 € pro m² und Monat; die übliche Spannbreite reicht etwa von 0,02 € bis 0,10 €. Große Abweichungen vom Richtwert sind ein guter Startpunkt für die Gegenrechnung.
Rechtsgrundlage
§ 2 Nr. 11 BetrKV: Die Umlagefähigkeit der Beleuchtungskosten ergibt sich aus § 2 Nr. 11 der Betriebskostenverordnung (BetrKV). Umlagefähig sind die Stromkosten für die Beleuchtung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile. Dazu gehören Außenbeleuchtung, Treppenhaus, Flure, Keller, Dachboden und Waschküche. Nicht erfasst ist der Stromverbrauch innerhalb der einzelnen Wohnungen.
§ 556 Abs. 1 BGB: Betriebskosten können nur umgelegt werden, wenn der Mietvertrag eine wirksame Betriebskostenvereinbarung enthält.
§ 556a Abs. 1 BGB: Ohne besondere Vereinbarung erfolgt die Verteilung regelmäßig nach Wohnfläche; abweichende Schlüssel müssen nachvollziehbar vereinbart oder sachlich begründet sein.
Beleuchtung: Rechenbeispiel für eine 70-m²-Wohnung
Wohnfläche
70 m²
Richtwert
0,05 € pro m² / Monat
Datenjahr
2024
- 0,05 € × 70 m² = 3,50 € pro Monat
- 3,50 € × 12 Monate = 42,00 € pro Jahr
- Werte oberhalb von 0,10 € pro m² / Monat sind ein deutliches Signal für Beleg- und Plausibilitätsprüfung.
Für 70 m² liegt beleuchtung grob bei 3,50 € pro Monat beziehungsweise 42,00 € pro Jahr.
Was Sie jetzt tun sollten
Praxis-Tipp
Wenn unklar ist, wer welchen Anteil trägt, hilft fast immer dieselbe Reihenfolge: Mietvertrag, Beleg, Leistungsumfang, Umlageschlüssel.
- Rechnungsträger und Abrechnungsbeleg prüfen.
- Umlagefähigen Anteil von nicht umlagefähigen Bestandteilen trennen.
- Eigene Quote über Wohnfläche oder Verbrauch gegenrechnen.
Häufige Fragen
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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV