Schornsteinreinigung: Häufige Fehler verständlich erklärt
Schornsteinreinigung nach § 2 Nr. 12 BetrKV umfasst die regelmäßigen Kehr- und Überprüfungsarbeiten des Bezirksschornsteinfegers sowie die Immissionsschutzmessungen nach BImSchV. Die Kosten sind gebäudebezogen und vergleichsweise gering (ca. 0,03–0,05 EUR/m²/Monat), doch gerade hier schleichen sich häufig nicht umlagefähige Posten wie die Feuerstättenschau ein.
Veröffentlicht am 27. März 2026 · Zuletzt aktualisiert am 14. März 2026
Kurzantwort
Der häufigste Fehler bei Schornsteinreinigung ist die Umlage der Feuerstättenschau als laufende Betriebskosten.
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Rechtsrahmen zu Schornsteinreinigung
Rechtsgrundlage
Kehr- und Messkosten sind umlagefähig. Kernnorm ist § 2 Nr. 12 BetrKV. Nicht umlagefähig sind Schornsteinsanierung und bauliche Erneuerung.
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Häufige Fehler: typische Fehlerquellen
Die Feuerstättenschau wird alle 7 Jahre vom Bezirksschornsteinfeger durchgeführt und dient der bauordnungsrechtlichen Überprüfung — sie ist eine Instandhaltungsmaßnahme und nicht umlagefähig. Trotzdem wird sie regelmäßig zusammen mit den Kehrkosten abgerechnet, weil der Schornsteinfeger alle Leistungen auf einer Rechnung zusammenfasst. Ein weiterer typischer Fehler ist die doppelte Abrechnung von Immissionsschutzmessungen, wenn diese sowohl unter Schornsteinreinigung als auch unter Heizkosten auftauchen. Auch Kaminreparaturen oder Schornsteinsanierungen sind nicht umlagefähig.
Prüfpfad in der Praxis
Prüfen Sie zunächst die Rechnung des Bezirksschornsteinfegers auf Vollständigkeit und ordnen Sie die Einzelpositionen den Kategorien Kehrgebühren, Überprüfungsgebühren und Immissionsschutzmessung zu. Trennen Sie Kosten der Feuerstättenschau (alle 7 Jahre, nicht umlagefähig) von den regelmäßigen Kehr- und Überprüfungsarbeiten. Kontrollieren Sie, ob die Kehrtermine dem im Feuerstättenbescheid festgelegten Intervall entsprechen und keine zusätzlichen, nicht vorgeschriebenen Arbeiten eingeflossen sind. Stellen Sie sicher, dass Schornsteinsanierungs- oder Ausbesserungskosten nicht als laufende Betriebskosten abgerechnet wurden.
Rechtsgrundlage
§ 2 Nr. 12 BetrKV: Schornsteinreinigung: zentrale Kostenart nach BetrKV.
§ 556a BGB: Verteilungsmaßstab richtet sich nach Vereinbarung, sonst regelmäßig Wohnfläche.
Praxis-Tipp und nächste Schritte
Praxis-Tipp
Verlangen Sie die Rechnung des Schornsteinfegers im Original und achten Sie auf getrennte Rechnungspositionen: Regelmäßige Kehrarbeiten und Immissionsschutzmessungen sind umlagefähig, die Feuerstättenschau (alle 7 Jahre) hingegen nicht.
- Schornsteinfegerrechnung auf getrennte Positionen prüfen: Kehrarbeiten, Messungen und ggf. Feuerstättenschau müssen separat ausgewiesen sein.
- Feuerstättenschau identifizieren und herausrechnen — sie gilt als Instandhaltungsmaßnahme und ist nicht umlagefähig.
- Verteilerschlüssel kontrollieren: Schornsteinfegerkosten werden typischerweise nach Wohnfläche oder Miteigentumsanteilen verteilt.
- Kosten mit dem Richtwert von 0,03–0,05 EUR/m²/Monat abgleichen und bei deutlicher Abweichung Belege anfordern.
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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV