Kostenart-Aspekt

Versicherungen: Prüfen mit Checkliste verständlich erklärt

Sach- und Haftpflichtversicherungen des Gebäudes sind nach § 2 Nr. 13 BetrKV umlagefähig, sofern sie dem Schutz des Gebäudes und seiner Bewohner dienen. Umlagefähig sind insbesondere die Wohngebäudeversicherung (Feuer, Sturm, Leitungswasser), die Haus-und-Grund-Haftpflichtversicherung und eine Elementarschadenversicherung. Nicht umlagefähig sind dagegen Versicherungen, die ausschließlich das wirtschaftliche Risiko des Vermieters abdecken, wie die Mietausfallversicherung oder eine Rechtsschutzversicherung.

Veröffentlicht am 1. Dezember 2025 · Zuletzt aktualisiert am 14. März 2026

KostenartVersicherungen
AspektPrüfen Checkliste
Datenstand2026-03-14

Kurzantwort

Zur Prüfung der Versicherungskosten benötigen Sie die Beitragsrechnung und die Police mit Aufschlüsselung der Versicherungsarten.

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Rechtsrahmen zu Sach- und Haftpflichtversicherung

Rechtsgrundlage

Gebäudebezogene Sach- und Haftpflichtversicherung ist umlagefähig. Kernnorm ist § 2 Nr. 13 BetrKV. Nicht umlagefähig sind Rechtsschutz-, Mietausfall- und rein eigentümerbezogene Policen.

Tipp: Sie können Ihre Nebenkostenabrechnung kostenlos auf Fehler prüfen lassendirekt hier starten.

Prüfen mit Checkliste: typische Fehlerquellen

Beginnen Sie mit dem Abgleich des abgerechneten Gesamtbetrags gegen die Beitragsrechnung des Versicherers. Identifizieren Sie alle in der Police enthaltenen Versicherungsarten und prüfen Sie, ob nicht umlagefähige Positionen wie Mietausfallversicherung oder Rechtsschutz enthalten sind. Vergleichen Sie den Betrag pro Quadratmeter mit dem Durchschnittswert von ca. 0,20 bis 0,35 EUR/m2/Monat laut DMB-Betriebskostenspiegel. Prüfen Sie abschließend, ob der Verteilerschlüssel dem Mietvertrag entspricht.

Prüfpfad in der Praxis

Fordern Sie die Versicherungspolicen und die aktuelle Prämienrechnung des Gebäudeversicherers an und prüfen Sie, ob nur umlagefähige Versicherungsarten (Gebäude-, Haftpflicht-, Elementarversicherung) in der Abrechnung enthalten sind. Trennen Sie nicht umlagefähige Policen wie Mietausfallversicherung, Rechtsschutz oder Hausratversicherung des Vermieters heraus. Kontrollieren Sie bei gemischt genutzten Gebäuden, ob Gewerbezuschläge vorweg abgezogen wurden, bevor die Kosten auf Wohnmieter verteilt werden. Gleichen Sie den Prämienzeitraum mit dem Abrechnungszeitraum ab und prüfen Sie, ob Einmalzahlungen oder Nachberechnungen des Versicherers korrekt periodengerecht zugeordnet wurden.

Rechtsgrundlage

§ 2 Nr. 13 BetrKV
§ 556a BGB

§ 2 Nr. 13 BetrKV: Sach- und Haftpflichtversicherung: zentrale Kostenart nach BetrKV.

§ 556a BGB: Verteilungsmaßstab richtet sich nach Vereinbarung, sonst regelmäßig Wohnfläche.

Praxis-Tipp und nächste Schritte

Praxis-Tipp

Fordern Sie die Versicherungspolice oder zumindest die Beitragsrechnung ein und prüfen Sie, ob einzelne nicht umlagefähige Versicherungsarten im Gesamtbetrag enthalten sind. Achten Sie besonders auf eine eingeschlossene Mietausfallversicherung.

  • Versicherungsbeitragsrechnung anfordern und die einzelnen Versicherungsarten identifizieren.
  • Mietausfallversicherung, Rechtsschutz und Hausratversicherung des Vermieters als nicht umlagefähig kennzeichnen.
  • Prüfen, ob bei gemischter Nutzung Gewerbezuschläge in der Prämie vorweg abgezogen wurden.
  • Betrag pro Quadratmeter mit dem DMB-Durchschnitt von ca. 0,20 bis 0,35 EUR/m2/Monat vergleichen.

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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV