Kostenart-Aspekt

Gartenpflege: Berechnung mit Beispiel verständlich erklärt

Die Gartenpflegekosten setzen sich aus den Jahresausgaben für Rasenmähen, Heckenschnitt, Bewässerung und saisonale Bepflanzung zusammen. Nur die regelmäßig wiederkehrenden Pflegeleistungen dürfen auf die Mieter umgelegt werden.

Veröffentlicht am 18. Oktober 2025 · Zuletzt aktualisiert am 14. März 2026

KostenartGartenpflege
AspektBerechnung Beispiel
Datenstand2026-03-14

Kurzantwort

Gartenpflegekosten ergeben sich aus den jährlichen Pflegerechnungen und werden nach Wohnfläche auf alle Mieter verteilt.

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Rechtsrahmen zu Gartenpflege

Rechtsgrundlage

Laufende Pflege ist umlagefähig. Kernnorm ist § 2 Nr. 10 BetrKV. Nicht umlagefähig sind Neuanlage, grundlegende Umgestaltung und Ersatzpflanzungen mit Investitionscharakter.

Tipp: Sie können Ihre Nebenkostenabrechnung kostenlos auf Fehler prüfen lassendirekt hier starten.

Berechnung mit Beispiel: typische Fehlerquellen

Rechenbeispiel

Ein häufiger Abrechnungsfehler ist das Einrechnen von Neuanlagen oder Baumfällarbeiten in die laufenden Pflegekosten. Diese Investitionsmaßnahmen sind nicht umlagefähig und müssen vor der Verteilung abgezogen werden. Ebenfalls problematisch: Wenn Bewässerungskosten sowohl unter Gartenpflege als auch unter Wasserversorgung auftauchen, liegt eine unzulässige Doppelberechnung vor. Prüfen Sie jede Position einzeln gegen die Originalrechnung.

Prüfpfad in der Praxis

Rechtsgrundlage

Beginnen Sie mit der Prüfung aller Rechnungen der Gartenbaufirma auf Einzelleistungen und Plausibilität der Beträge. Unterscheiden Sie konsequent zwischen laufender Gartenpflege wie Rasenmähen und Heckenschnitt (umlagefähig nach § 2 Nr. 10 BetrKV) und einmaligen Maßnahmen wie Baumfällungen oder Neuanlagen, die nicht umlagefähig sind. Prüfen Sie, ob Spielplatz-TÜV-Kosten separat ausgewiesen und korrekt zugeordnet sind. Vergleichen Sie die Gesamtkosten mit dem Vorjahr, um ungewöhnliche Steigerungen zu identifizieren. Stellen Sie abschließend sicher, dass der Verteilerschlüssel korrekt angewendet wurde und alle Mieter gleichmäßig belastet werden.

Rechtsgrundlage

§ 2 Nr. 10 BetrKV
§ 556a BGB

§ 2 Nr. 10 BetrKV: Gartenpflege: zentrale Kostenart nach BetrKV.

§ 556a BGB: Verteilungsmaßstab richtet sich nach Vereinbarung, sonst regelmäßig Wohnfläche.

Rechenbeispiel Gartenpflege (Berechnung mit Beispiel)

Objekt

Mehrfamilienhaus mit 12 Einheiten

Gesamtkostenposition

36180.47 EUR

Gesamtwohnfläche

950 m2

Wohnfläche der Einheit

78 m2

  1. 36180.47 EUR / 950 m2 = 38.08 EUR pro m2
  2. 38.08 EUR x 78 m2 = 2970.24 EUR Jahresanteil
  3. 2970.24 EUR / 12 = 247.52 EUR monatlicher Richtwert
  4. Abweichungen zum Vorjahr sollten mit Belegen und Verteilerschlüssel begründet werden.

Im Beispiel liegt der rechnerische Jahresanteil bei 2970.24 EUR (monatlich 247.52 EUR).

Praxis-Tipp und nächste Schritte

Praxis-Tipp

Achten Sie besonders auf Positionen wie Baumschnitt oder Rodung, diese sind nur umlagefähig, wenn es sich um wiederkehrende Pflegemaßnahmen handelt.

  • Jahresrechnungen der Gartenbaufirma anfordern und Einzelpositionen prüfen.
  • Einmalige Maßnahmen wie Neuanlagen oder Baumfällungen identifizieren und aus der Umlage herausrechnen.
  • Bewässerungskosten auf Doppelberechnung mit der Wasserversorgung kontrollieren.
  • Den eigenen Wohnungsanteil anhand des Verteilerschlüssels nachrechnen und mit der Abrechnung abgleichen.

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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV