Entwässerung: Prüfen mit Checkliste verständlich erklärt
Die Entwässerung nach § 2 Nr. 3 BetrKV umfasst Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren, die an die Kommune gezahlt werden. Beide Gebührenarten sollten in der Abrechnung getrennt nachvollziehbar sein, da sie unterschiedliche Verteilerschlüssel erfordern. Während Schmutzwasser sachgerecht nach Frischwasserverbrauch verteilt wird, bemisst sich die Niederschlagswassergebühr nach der versiegelten Grundstücksfläche.
Kurzantwort
Die Prüfung der Entwässerung beginnt bei der Trennung von Schmutz- und Niederschlagswasser und endet beim Abgleich mit dem kommunalen Gebührenbescheid.
Entwässerung direkt im Abrechnungsfall prüfen
Nutzen Sie den Aspekt-Check als Leitfaden und wechseln Sie danach in die vollständige Abrechnungsanalyse.
Rechtsrahmen zu Entwaesserung
Möglicher Normbezug
Laufende Abwasserkosten können eine Kostenart im Prüfrahmen bilden. Kernnorm ist § 2 Nr. 3 BetrKV. Prüfungsbedürftig sind Kanalsanierung und Instandsetzung.
Prüfen mit Checkliste: typische Auffälligkeitenquellen
Möglicher Normbezug
Kontrollieren Sie als Erstes, ob Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren separat aufgeführt sind. Prüfen Sie dann den Verteilerschlüssel: Schmutzwasser sollte nach Frischwasserverbrauch, Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche abgerechnet werden. Vergleichen Sie die Gesamtsumme mit dem kommunalen Gebührenbescheid und achten Sie auf gesondert zu prüfende Kanalreparaturen. Der bundesweite Durchschnitt von 0,18-0,25 EUR/m2/Monat dient als Orientierungswert für die Plausibilität.
Prüfpfad in der Praxis
Möglicher Normbezug
Prüfen Sie zunächst den kommunalen Gebührenbescheid und unterscheiden Sie zwischen Schmutzwassergebühr und Niederschlagswassergebühr -- viele Kommunen erheben diese getrennt. Kontrollieren Sie, ob die Schmutzwassermenge korrekt aus dem Frischwasserverbrauch abgeleitet wurde, und prüfen Sie, ob ein Abzug für Gartenwasser (sofern separater Zähler vorhanden) berücksichtigt wurde. Gleichen Sie die in der Abrechnung angesetzte versiegelte Grundstücksfläche mit dem Grundsteuerbescheid oder Lageplan ab, da Niederschlagswassergebühren direkt von dieser Fläche abhängen. Prüfen Sie, ob Kanalgebühren für Stellplätze oder Gewerbeflächen gesondert ausgewiesen und nicht ungeprüft in den Wohnanteil übernommen wurden.
Rechenbeispiel Entwaesserung (Prüfen mit Checkliste)
- Objekt
- Mehrfamilienhaus mit 12 Einheiten
- Gesamtkostenposition
- 41124.66 EUR
- Gesamtwohnfläche
- 950 m2
- Wohnfläche der Einheit
- 78 m2
- 41124.66 EUR / 950 m2 = 43.29 EUR pro m2
- 43.29 EUR x 78 m2 = 3376.62 EUR Jahresanteil
- 3376.62 EUR / 12 = 281.39 EUR monatlicher Richtwert
- Abweichungen zum Vorjahr sollten mit Belegen und Verteilerschlüssel begründet werden.
Im Beispiel liegt der rechnerische Jahresanteil bei 3376.62 EUR (monatlich 281.39 EUR).
Praxis-Tipp
Achten Sie darauf, dass Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren in Ihrer Abrechnung separat aufgeführt sind. Die Niederschlagswassergebühr sollte nicht ungeprüft nach Wohnfläche, sondern nur nach versiegelter Fläche oder einem sachgerechten Ersatzschlüssel verteilt werden.
Nächste Schritte
- Kommunalen Gebührenbescheid anfordern und Schmutzwasser- von Niederschlagswassergebühren trennen.
- Verteilerschlüssel prüfen: Schmutzwasser nach Frischwasserverbrauch, Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche.
- Gewerbliche Abwassermengen (z.B. Betriebe mit Fettabscheider) auf korrekte Vorwegabtrennung prüfen.
- Kosten für Kanalreparaturen, Kanalinspektionen oder Drainageerneuerungen als gesondert zu prüfen identifizieren.
Rechtsgrundlage
§ 2 Nr. 3 BetrKV
§ 556a BGB
In Ihrer Abrechnung prüfen
Entwässerung in Ihrer Nebenkostenabrechnung prüfen
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Häufige Fragen
Welcher Fehler ist bei Entwaesserung im Aspekt Prüfen mit Checkliste am häufigsten?
Der wichtigste Prüfschritt ist die Kontrolle, ob Schmutzwasser und Niederschlagswasser getrennt ausgewiesen und mit jeweils sachgerechtem Verteilerschlüssel abgerechnet werden. Eine pauschale Zusammenfassung beider Gebührenarten ist der häufigste formelle Mangel.
Welche Norm ist für Entwaesserung hier zentral?
§ 2 Nr. 3 BetrKV regelt die Entwässerung als Betriebskosten im Kostenart. Die Norm umfasst ausschließlich die laufenden kommunalen Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser. Kanalsanierungen oder die Erneuerung der Grundstücksentwässerung sind als Instandhaltung gesondert zu prüfen.
Wie gehe ich bei strittigen Entwaesserung-Positionen vor?
Bitten Sie um den kommunalen Gebührenbescheid als Beleg an und prüfen Sie, ob Schmutzwasser und Niederschlagswasser getrennt ausgewiesen sind. Vergleichen Sie die Schmutzwassergebühr mit dem tatsächlichen Frischwasserverbrauch und dokumentieren Sie Pauschalverteilungen innerhalb der 12-Monats-Frist nach § 556 Abs. 3 BGB.
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Jetzt prüfenStand: 2026-03-14. Inhalt zur Orientierung, keine Rechtsberatung.