Kostenart-Aspekt

Entwässerung: Prüfen mit Checkliste verständlich erklärt

Die Entwässerung nach § 2 Nr. 3 BetrKV umfasst Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren, die an die Kommune gezahlt werden. Beide Gebührenarten müssen in der Abrechnung getrennt ausgewiesen werden, da sie unterschiedliche Verteilerschlüssel erfordern. Während Schmutzwasser sachgerecht nach Frischwasserverbrauch verteilt wird, bemisst sich die Niederschlagswassergebühr nach der versiegelten Grundstücksfläche.

Veröffentlicht am 22. Januar 2026 · Zuletzt aktualisiert am 14. März 2026

KostenartEntwässerung
AspektPrüfen Checkliste
Datenstand2026-03-14

Kurzantwort

Die Prüfung der Entwässerung beginnt bei der Trennung von Schmutz- und Niederschlagswasser und endet beim Abgleich mit dem kommunalen Gebührenbescheid.

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Rechtsrahmen zu Entwässerung

Rechtsgrundlage

Laufende Abwasserkosten sind umlagefähig. Kernnorm ist § 2 Nr. 3 BetrKV. Nicht umlagefähig sind Kanalsanierung und Instandsetzung.

Tipp: Sie können Ihre Nebenkostenabrechnung kostenlos auf Fehler prüfen lassendirekt hier starten.

Prüfen mit Checkliste: typische Fehlerquellen

Kontrollieren Sie als Erstes, ob Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren separat aufgeführt sind. Prüfen Sie dann den Verteilerschlüssel: Schmutzwasser sollte nach Frischwasserverbrauch, Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche abgerechnet werden. Vergleichen Sie die Gesamtsumme mit dem kommunalen Gebührenbescheid und achten Sie auf nicht umlagefähige Kanalreparaturen. Der bundesweite Durchschnitt von 0,18-0,25 EUR/m2/Monat dient als Orientierungswert für die Plausibilität.

Prüfpfad in der Praxis

Prüfen Sie zunächst den kommunalen Gebührenbescheid und unterscheiden Sie zwischen Schmutzwassergebühr und Niederschlagswassergebühr -- viele Kommunen erheben diese getrennt. Kontrollieren Sie, ob die Schmutzwassermenge korrekt aus dem Frischwasserverbrauch abgeleitet wurde, und prüfen Sie, ob ein Abzug für Gartenwasser (sofern separater Zähler vorhanden) berücksichtigt wurde. Gleichen Sie die in der Abrechnung angesetzte versiegelte Grundstücksfläche mit dem Grundsteuerbescheid oder Lageplan ab, da Niederschlagswassergebühren direkt von dieser Fläche abhängen. Stellen Sie sicher, dass keine Kanalgebühren für Stellplätze oder Gewerbeflächen anteilig auf Wohnmieter umgelegt werden.

Rechtsgrundlage

§ 2 Nr. 3 BetrKV
§ 556a BGB

§ 2 Nr. 3 BetrKV: Entwässerung: zentrale Kostenart nach BetrKV.

§ 556a BGB: Verteilungsmaßstab richtet sich nach Vereinbarung, sonst regelmäßig Wohnfläche.

Praxis-Tipp und nächste Schritte

Praxis-Tipp

Achten Sie darauf, dass Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren in Ihrer Abrechnung separat aufgeführt sind. Die Niederschlagswassergebühr darf nicht nach Wohnfläche, sondern nur nach versiegelter Fläche oder einem sachgerechten Ersatzschlüssel verteilt werden.

  • Kommunalen Gebührenbescheid anfordern und Schmutzwasser- von Niederschlagswassergebühren trennen.
  • Verteilerschlüssel prüfen: Schmutzwasser nach Frischwasserverbrauch, Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche.
  • Gewerbliche Abwassermengen (z.B. Betriebe mit Fettabscheider) auf korrekte Vorwegabtrennung prüfen.
  • Kosten für Kanalreparaturen, Kanalinspektionen oder Drainageerneuerungen als nicht umlagefähig identifizieren.

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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV