Kostenart-Aspekt

Entwässerung: Durchschnitt pro m² verständlich erklärt

Entwässerungskosten liegen deutschlandweit im Durchschnitt bei 0,18 bis 0,25 EUR pro Quadratmeter und Monat. Die Spanne erklärt sich durch unterschiedliche kommunale Gebührensätze und den Anteil versiegelter Flächen am Grundstück.

Veröffentlicht am 3. Juli 2025 · Zuletzt aktualisiert am 14. März 2026

KostenartEntwässerung
AspektDurchschnitt Pro Qm
Datenstand2026-03-14

Kurzantwort

Entwässerung kostet durchschnittlich 0,18 bis 0,25 EUR pro Quadratmeter monatlich, abhängig von Kommune und Versiegelungsgrad.

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Rechtsrahmen zu Entwässerung

Rechtsgrundlage

Laufende Abwasserkosten sind umlagefähig. Kernnorm ist § 2 Nr. 3 BetrKV. Nicht umlagefähig sind Kanalsanierung und Instandsetzung.

Tipp: Sie können Ihre Nebenkostenabrechnung kostenlos auf Fehler prüfen lassendirekt hier starten.

Durchschnitt pro m2: typische Fehlerquellen

Die kommunalen Abwassergebühren variieren in Deutschland erheblich. Während einige Gemeinden unter 2,00 EUR pro Kubikmeter Schmutzwasser berechnen, liegen andere deutlich darüber. Zusätzlich hängt die Höhe der Niederschlagswassergebühr vom Versiegelungsgrad des Grundstücks ab -- ein Objekt mit großer Tiefgarage oder asphaltierten Hofflächen zahlt mehr als eines mit Grünflächen und Versickerungsmulden. Mieter sollten beachten, dass Maßnahmen zur Regenwasserversickerung die Gebühren senken können und der Vermieter verpflichtet ist, wirtschaftlich zu handeln.

Prüfpfad in der Praxis

Prüfen Sie zunächst den kommunalen Gebührenbescheid und unterscheiden Sie zwischen Schmutzwassergebühr und Niederschlagswassergebühr -- viele Kommunen erheben diese getrennt. Kontrollieren Sie, ob die Schmutzwassermenge korrekt aus dem Frischwasserverbrauch abgeleitet wurde, und prüfen Sie, ob ein Abzug für Gartenwasser (sofern separater Zähler vorhanden) berücksichtigt wurde. Gleichen Sie die in der Abrechnung angesetzte versiegelte Grundstücksfläche mit dem Grundsteuerbescheid oder Lageplan ab, da Niederschlagswassergebühren direkt von dieser Fläche abhängen. Stellen Sie sicher, dass keine Kanalgebühren für Stellplätze oder Gewerbeflächen anteilig auf Wohnmieter umgelegt werden.

Rechtsgrundlage

§ 2 Nr. 3 BetrKV
§ 556a BGB

§ 2 Nr. 3 BetrKV: Entwässerung: zentrale Kostenart nach BetrKV.

§ 556a BGB: Verteilungsmaßstab richtet sich nach Vereinbarung, sonst regelmäßig Wohnfläche.

Rechenbeispiel Entwässerung (Durchschnitt pro m2)

Objekt

Mehrfamilienhaus mit 12 Einheiten

Gesamtkostenposition

30184.20 EUR

Gesamtwohnfläche

950 m2

Wohnfläche der Einheit

78 m2

  1. 30184.20 EUR / 950 m2 = 31.77 EUR pro m2
  2. 31.77 EUR x 78 m2 = 2478.06 EUR Jahresanteil
  3. 2478.06 EUR / 12 = 206.51 EUR monatlicher Richtwert
  4. Abweichungen zum Vorjahr sollten mit Belegen und Verteilerschlüssel begründet werden.

Im Beispiel liegt der rechnerische Jahresanteil bei 2478.06 EUR (monatlich 206.51 EUR).

Praxis-Tipp und nächste Schritte

Praxis-Tipp

Vergleichen Sie die Entwässerungskosten pro Quadratmeter mit dem Betriebskostenspiegel und fordern Sie bei deutlicher Überschreitung den Gebührenbescheid Ihrer Kommune an, um die Einzelposten nachzuvollziehen.

  • Eigene Entwässerungskosten pro Quadratmeter berechnen und mit dem Bundesdurchschnitt abgleichen.
  • Kommunale Gebührensätze für Schmutzwasser und Niederschlagswasser getrennt recherchieren.
  • Prüfen, ob das Grundstück Versickerungsanlagen hat, die die Niederschlagswassergebühr reduzieren sollten.
  • Bei auffälligen Steigerungen gegenüber dem Vorjahr den Vermieter um Erläuterung bitten.

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Fachlich geprüfter Inhalt · Stand: März 2026 · Rechtsgrundlagen nach BGB, BetrKV, HeizkostenV