Entwässerung: Durchschnitt pro m² verständlich erklärt
Entwässerungskosten liegen deutschlandweit im Durchschnitt bei 0,18 bis 0,25 EUR pro Quadratmeter und Monat. Die Spanne erklärt sich durch unterschiedliche kommunale Gebührensätze und den Anteil versiegelter Flächen am Grundstück.
Kurzantwort
Entwässerung kostet durchschnittlich 0,18 bis 0,25 EUR pro Quadratmeter monatlich, abhängig von Kommune und Versiegelungsgrad.
Entwässerung direkt im Abrechnungsfall prüfen
Nutzen Sie den Aspekt-Check als Leitfaden und wechseln Sie danach in die vollständige Abrechnungsanalyse.
Rechtsrahmen zu Entwaesserung
Möglicher Normbezug
Laufende Abwasserkosten können eine Kostenart im Prüfrahmen bilden. Kernnorm ist § 2 Nr. 3 BetrKV. Prüfungsbedürftig sind Kanalsanierung und Instandsetzung.
Durchschnitt pro m2: typische Auffälligkeitenquellen
Möglicher Normbezug
Die kommunalen Abwassergebühren variieren in Deutschland erheblich. Während einige Gemeinden unter 2,00 EUR pro Kubikmeter Schmutzwasser berechnen, liegen andere deutlich darüber. Zusätzlich hängt die Höhe der Niederschlagswassergebühr vom Versiegelungsgrad des Grundstücks ab -- ein Objekt mit großer Tiefgarage oder asphaltierten Hofflächen zahlt mehr als eines mit Grünflächen und Versickerungsmulden. Mietende sollten beachten, dass Maßnahmen zur Regenwasserversickerung die Gebühren senken können und der Vermieter verpflichtet ist, wirtschaftlich zu handeln.
Prüfpfad in der Praxis
Möglicher Normbezug
Prüfen Sie zunächst den kommunalen Gebührenbescheid und unterscheiden Sie zwischen Schmutzwassergebühr und Niederschlagswassergebühr -- viele Kommunen erheben diese getrennt. Kontrollieren Sie, ob die Schmutzwassermenge korrekt aus dem Frischwasserverbrauch abgeleitet wurde, und prüfen Sie, ob ein Abzug für Gartenwasser (sofern separater Zähler vorhanden) berücksichtigt wurde. Gleichen Sie die in der Abrechnung angesetzte versiegelte Grundstücksfläche mit dem Grundsteuerbescheid oder Lageplan ab, da Niederschlagswassergebühren direkt von dieser Fläche abhängen. Prüfen Sie, ob Kanalgebühren für Stellplätze oder Gewerbeflächen gesondert ausgewiesen und nicht ungeprüft in den Wohnanteil übernommen wurden.
Rechenbeispiel Entwaesserung (Durchschnitt pro m2)
- Objekt
- Mehrfamilienhaus mit 12 Einheiten
- Gesamtkostenposition
- 30184.20 EUR
- Gesamtwohnfläche
- 950 m2
- Wohnfläche der Einheit
- 78 m2
- 30184.20 EUR / 950 m2 = 31.77 EUR pro m2
- 31.77 EUR x 78 m2 = 2478.06 EUR Jahresanteil
- 2478.06 EUR / 12 = 206.51 EUR monatlicher Richtwert
- Abweichungen zum Vorjahr sollten mit Belegen und Verteilerschlüssel begründet werden.
Im Beispiel liegt der rechnerische Jahresanteil bei 2478.06 EUR (monatlich 206.51 EUR).
Praxis-Tipp
Vergleichen Sie die Entwässerungskosten pro Quadratmeter mit dem Betriebskostenspiegel und bitten Sie um bei deutlicher Überschreitung den Gebührenbescheid Ihrer Kommune an, um die Einzelposten nachzuvollziehen.
Nächste Schritte
- Eigene Entwässerungskosten pro Quadratmeter berechnen und mit dem Bundesdurchschnitt abgleichen.
- Kommunale Gebührensätze für Schmutzwasser und Niederschlagswasser getrennt recherchieren.
- Prüfen, ob das Grundstück Versickerungsanlagen hat, die die Niederschlagswassergebühr reduzieren sollten.
- Bei auffälligen Steigerungen gegenüber dem Vorjahr den Vermieter um Erläuterung bitten.
Rechtsgrundlage
§ 2 Nr. 3 BetrKV
§ 556a BGB
In Ihrer Abrechnung prüfen
Entwässerung in Ihrer Nebenkostenabrechnung prüfen
NebenkostenPro strukturiert diese Kostenart in Ihrer Abrechnung und markiert typische Prüfpunkte in der kostenlosen Vorschau.
Häufige Fragen
Welcher Fehler ist bei Entwaesserung im Aspekt Durchschnitt pro m2 am häufigsten?
Am häufigsten sind Schlüssel- und Abgrenzungsfehler: Entweder wird der falsche Maßstab genutzt oder gesondert zu prüfende Teilkosten werden nicht getrennt.
Welche Norm ist für Entwaesserung hier zentral?
§ 2 Nr. 3 BetrKV ist die Kernnorm. Ergaenzend gelten § 556 BGB und § 556a BGB; bei Heizkosten zusaetzlich die HeizkostenV.
Wie gehe ich bei strittigen Entwaesserung-Positionen vor?
Zuerst Summen und Schlüssel prüfen, dann Belege einsehen, anschließend mögliche Norm- und Belegbezüge dokumentieren und konkret bezifferte Klärungspunkte formulieren.
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Jetzt prüfenStand: 2026-03-14. Inhalt zur Orientierung, keine Rechtsberatung.