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Entwässerung

Entwässerung: Häufige Auffälligkeiten verständlich erklärt

Die Entwässerung nach § 2 Nr. 3 BetrKV umfasst Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren, die an die Kommune gezahlt werden. Beide Gebührenarten sollten in der Abrechnung getrennt nachvollziehbar sein, da sie unterschiedliche Verteilerschlüssel erfordern. Während Schmutzwasser sachgerecht nach Frischwasserverbrauch verteilt wird, bemisst sich die Niederschlagswassergebühr nach der versiegelten Grundstücksfläche.

KostenartEntwässerung Stand2026-03-14 Rechtsgrundlage§ 2 Nr. 3 BetrKV, § 556a BGB

Kurzantwort

Fehlende Trennung von Schmutz- und Niederschlagswasser sowie pauschale Verteilung nach Wohnfläche sind die häufigsten Fehler.

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Rechenbeispiel Entwaesserung (Häufige Auffälligkeiten)

Objekt
Mehrfamilienhaus mit 12 Einheiten
Gesamtkostenposition
31315.64 EUR
Gesamtwohnfläche
950 m2
Wohnfläche der Einheit
78 m2
  1. 31315.64 EUR / 950 m2 = 32.96 EUR pro m2
  2. 32.96 EUR x 78 m2 = 2570.88 EUR Jahresanteil
  3. 2570.88 EUR / 12 = 214.24 EUR monatlicher Richtwert
  4. Abweichungen zum Vorjahr sollten mit Belegen und Verteilerschlüssel begründet werden.

Im Beispiel liegt der rechnerische Jahresanteil bei 2570.88 EUR (monatlich 214.24 EUR).

Praxis-Tipp

Achten Sie darauf, dass Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren in Ihrer Abrechnung separat aufgeführt sind. Die Niederschlagswassergebühr sollte nicht ungeprüft nach Wohnfläche, sondern nur nach versiegelter Fläche oder einem sachgerechten Ersatzschlüssel verteilt werden.

Nächste Schritte

  1. Kommunalen Gebührenbescheid anfordern und Schmutzwasser- von Niederschlagswassergebühren trennen.
  2. Verteilerschlüssel prüfen: Schmutzwasser nach Frischwasserverbrauch, Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche.
  3. Gewerbliche Abwassermengen (z.B. Betriebe mit Fettabscheider) auf korrekte Vorwegabtrennung prüfen.
  4. Kosten für Kanalreparaturen, Kanalinspektionen oder Drainageerneuerungen als gesondert zu prüfen identifizieren.

Rechtsgrundlage

§ 2 Nr. 3 BetrKV

Entwaesserung: zentrale Kostenart nach BetrKV.

§ 556a BGB

Verteilungsmaßstab richtet sich nach Vereinbarung, sonst regelmäßig Wohnfläche.

In Ihrer Abrechnung prüfen

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Häufige Fragen

Welcher Fehler ist bei Entwaesserung im Aspekt Häufige Auffälligkeiten am häufigsten?

Am häufigsten wird die Niederschlagswassergebühr nicht separat ausgewiesen, sondern zusammen mit dem Schmutzwasser pauschal nach Wohnfläche verteilt. Dieser Fehler benachteiligt Mieter in oberen Stockwerken, die keinen Einfluss auf die versiegelte Grundstücksfläche haben.

Welche Norm ist für Entwaesserung hier zentral?

§ 2 Nr. 3 BetrKV regelt die Entwässerung als Betriebskosten im Kostenart. Die Norm umfasst ausschließlich die laufenden kommunalen Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser. Kanalsanierungen oder die Erneuerung der Grundstücksentwässerung sind als Instandhaltung gesondert zu prüfen.

Wie gehe ich bei strittigen Entwaesserung-Positionen vor?

Bitten Sie um den kommunalen Gebührenbescheid als Beleg an und prüfen Sie, ob Schmutzwasser und Niederschlagswasser getrennt ausgewiesen sind. Vergleichen Sie die Schmutzwassergebühr mit dem tatsächlichen Frischwasserverbrauch und dokumentieren Sie Pauschalverteilungen innerhalb der 12-Monats-Frist nach § 556 Abs. 3 BGB.

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Stand: 2026-03-14. Inhalt zur Orientierung, keine Rechtsberatung.