CO2-Abgabe in der Nebenkostenabrechnung 2025/2026: So wird sie aufgeteilt
Seit 2023 müssen Vermieter einen Teil der CO2-Kosten übernehmen. Der Anteil richtet sich nach dem energetischen Zustand des Gebäudes. Hier erfahren Sie alles zum 10-Stufen-Modell, den aktuellen CO2-Preisen und Ihren Rechten als Mieter oder Vermieter.
Was ist die CO2-Abgabe?
Die CO2-Abgabe (auch CO2-Steuer oder CO2-Bepreisung genannt) verteuert fossile Brennstoffe wie Gas und Öl, um den Klimaschutz zu fördern. Sie wurde 2021 in Deutschland eingeführt und steigt schrittweise an.
Aktuelle CO2-Preise:
Das 10-Stufen-Modell (CO2KostAufG)
Das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) regelt seit dem 1. Januar 2023, wie die CO2-Kosten zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt werden. Je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes, desto mehr muss der Vermieter zahlen.
| Stufe | kg CO₂/m²/Jahr | Mieter | Vermieter |
|---|---|---|---|
| 1 | < 12 | 100% | 0% |
| 2 | 12 – 17 | 90% | 10% |
| 3 | 17 – 22 | 80% | 20% |
| 4 | 22 – 27 | 70% | 30% |
| 5 | 27 – 32 | 60% | 40% |
| 6 | 32 – 37 | 50% | 50% |
| 7 | 37 – 42 | 40% | 60% |
| 8 | 42 – 47 | 30% | 70% |
| 9 | 47 – 52 | 20% | 80% |
| 10 | > 52 | 5% | 95% |
Wie ermittelt man die CO2-Emissionsklasse?
Der Vermieter muss die CO2-Emissionen des Gebäudes pro Quadratmeter und Jahr ermitteln. Dafür gibt es zwei Wege:
1. Aus dem Energieausweis
Der Energieausweis enthält den Endenergieverbrauch oder -bedarf pro m²/Jahr. Daraus lassen sich die CO2-Emissionen berechnen.
2. Aus dem tatsächlichen Verbrauch
Alternativ kann der tatsächliche Brennstoffverbrauch aus der Heizkostenabrechnung herangezogen und in CO2-Emissionen umgerechnet werden.
Emissionsfaktoren wichtiger Brennstoffe:
Rechenbeispiel
Beispiel: Mehrfamilienhaus mit Gasheizung, 500 m² Wohnfläche
CO2-Kosten automatisch berechnen
NebenkostenPro berechnet die CO2-Aufteilung automatisch nach dem 10-Stufen-Modell.
Was Vermieter tun müssen
CO2-Kosten berechnen
Ermitteln Sie die CO2-Emissionen Ihres Gebäudes und berechnen Sie die Kosten anhand des aktuellen CO2-Preises.
Stufe bestimmen
Ordnen Sie Ihr Gebäude anhand der CO2-Emissionen pro m² einer der 10 Stufen zu.
Anteil in der Abrechnung ausweisen
Weisen Sie den Vermieteranteil in der Nebenkostenabrechnung separat aus und ziehen Sie ihn von den Heizkosten ab.
Information an den Mieter
Informieren Sie den Mieter über die Einstufung, die zugrunde gelegten Daten und die Berechnung.
Was Mieter prüfen sollten
Wichtig: Wenn der Vermieter die CO2-Kosten nicht aufteilt, dürfen Sie 50% der CO2-Kosten von Ihrer Nachzahlung abziehen (§ 7 Abs. 4 CO2KostAufG).
- Ist die CO2-Kostenaufteilung in der Abrechnung ausgewiesen?
- Stimmt die angegebene Emissionsstufe mit dem Energieausweis überein?
- Wurde der korrekte CO2-Preis (55 €/t für 2025) verwendet?
- Hat der Vermieter seinen Anteil von den Heizkosten abgezogen?
- Sind die Emissionsfaktoren korrekt angesetzt?
Häufige Fragen zur CO2-Abgabe
Gilt die CO2-Aufteilung auch für Fernwärme?
Ja, seit dem 1. Januar 2023 gilt das CO2KostAufG auch für Gebäude, die mit Fernwärme beheizt werden. Der Fernwärmeversorger muss die CO2-Kosten auf der Rechnung ausweisen.
Was ist, wenn kein Energieausweis vorliegt?
Wenn der Vermieter keinen Energieausweis vorlegen kann und die CO2-Einstufung nicht nachweist, gilt automatisch die ungünstigste Stufe (Stufe 10): Der Vermieter muss 95% der CO2-Kosten tragen.
Wie hoch ist die CO2-Abgabe 2025 und 2026?
Der CO2-Preis beträgt 2025 55 Euro pro Tonne CO₂. Für 2026 ist ein Anstieg auf 65 Euro pro Tonne geplant. Bei einem durchschnittlichen Gasverbrauch einer 70-m²-Wohnung bedeutet das ca. 100–150 € CO2-Kosten pro Jahr.
Gilt das CO2KostAufG auch für Gewerbe?
Für Gewerbeimmobilien gilt seit dem 1. Januar 2025 eine hälftige Aufteilung (50/50) der CO2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
CO2-Kosten automatisch korrekt aufteilen
NebenkostenPro berechnet die CO2-Kostenaufteilung nach dem 10-Stufen-Modell automatisch. Laden Sie Ihre Dokumente hoch und erhalten Sie eine rechtskonforme Abrechnung.